Vier Faktoren bestimmen das Wohnklima:

1. Luft

2. Temperatur

3. Feuchte

4. Elektroinstallation (siehe folgendes Kapitel)


1. Luft: 
-Möglichst schad- und geruchsstoffarm, Pflanzen und Blumen im Haus sowie sorptionsfähige Oberflächen (z. B. Holz, Gips, Naturfasern) von Wänden und Einrichtungen unterstützen die Reinigung. Diese können Gase, Staub und Dampf teilweise binden.
-Als behaglich wird ruhende oder nur geringfügig bewegte Luft empfunden.
-In der Heizperiode ist die kurzfristige Stoßlüftung (ca. 5 Minuten) als schnelle Bedarfslüftung sinnvoll, da es hierbei nicht zu hohen Lüftungswärmeverlusten kommt wie bei z. B. bei einer Kippstellung des Fensters.
-Wichtig auch: jeder Ort hat seinen Geruch, „neutrale“ Luft gibt es nicht, und oftmals lösen uns vertraute Gerüche ganz bestimmte Erinnerungen hervor.


2. Temperatur:
-Bei der Beheizung von Räumen ist grundsätzlich die Strahlungsheizung, wie z. B. der Kachelofen, Flächenheizungen für Wände und großflächige Plattenheizkörper sinnvoll. Von diesen geht eine behagliche Wärme aus und Heizenergie wird gespart. Das Heilklima entspricht dem "Wärmesinn" der Haut, beugt rheumatischen Erkrankungen vor und wirkt günstig auf die Gesundheit der Atemwege. Eine Wandheizung zum Beispiel besteht aus 10 mm starken mäanderförmigen Kupferrohrregistern, die von Heizungswasser durchströmt werden. Diese können an jeden beliebigen Wärmeerzeuger angeschlossen werden. Das gesunde Raumklima in biologisch gebauten Häusern ist spürbar und messbar.

-Vorteile der Wandflächenheizung:
•Angenehme und gesunde Strahlungswärme
•Trockene Luft und Staubentwicklungen werden vermieden
•Besonders empfehlenswert für Personen mit Allergien und Hautproblemen
•Niedrige Behaglichkeitstemperatur
•Stets trockene Wände
•Keine störenden Heizkörper
•Sehr niedrige Vorlauftemperatur
•Gut kombinierbar mit Fußbodenheizungen, gleiches Temperaturniveau und nur ein Heizkreislauf erforderlich . Ebenso ist auf eine Erwärmung der Wandoberflächen durch Sonneneinstrahlung (= passive Sonnenenergienutzung?) achten.

- Farben und Formen werden seelisch als wärmend oder kühlend empfunden, bei Experimenten wurde die Raumtemperatur um bis zu 3°C verschätzt.

- Ein über Stunden hinweg gleichmäßiges Innenraumklima wirkt auf unseren Körper und Geist ermüdend, kann zu Kopfschmerzen und Mattigkeit führen. Abwechslung durch unterschiedlichtemperierte Räume gemäß ihrer Nutzung hingegen belebt uns.

- Unser Temperaturempfinden in Räumen ist abhängig von der Lufttemperatur als auch von der Temperatur der Raumumschließungsflächen, da der Strahlungsaustausch mit den Wandoberflächen sich ebenso auf den Wärmehaushalt des menschlichen Körpers auswirken.

 

3. Feuchte

Luft enthält immer einen bestimmten Anteil an Wasserdampf. Ob wir diese relative Lufttemperatur als behaglich empfinden, hängt auch ab von der Raumtemperatur und der Oberflächentemperatur begrenzender Bauteile. Im Behaglichkeitsdiagramm wird der Zusammenhang dieser drei Faktoren dargestellt.